Was kann man gegen Armut tun?

Abschlussausflug der 4B

Im vierten Jahrgang beschäftigen wir uns in Ethik und Religion besonders intensiv mit sozialer Gerechtigkeit, Armut und Reichtum. Naheliegend für die 4B also, einen Abschlussausflug zum Thema zu machen.

Zunächst waren wir in einem besonderen Café frühstücken: dem Social Business „Vollpension“. Nach dem Motto „Den besten Kuchen backt die Oma“ wird hier Altersarmut und Vereinsamung von Senior:innen entgegengewirkt. Auch für die Gäste soll das Café ein Ort der Begegnung und des Generationendialogs sein. Für uns immer interessant, wenn gastronomische Konzepte besonders viel Gutes bewirken.

Dann mussten wir eilig umdisponieren, weil unsere Backstreet Tour leider abgesagt worden war. Lis Pircher von der „Gruft“ war so nett, uns spontan die Notschlafstelle zu zeigen und Fragen zu beantworten. Obdachlose Menschen bekommen hier ein Notbett, Weitervermittlung an Langzeiteinrichtungen, Beratung, eine Postadresse, Waschgelegenheiten, warme Mahlzeiten und einen Aufenthaltsort.

Danach ging es weiter zur Caritasgemeinde. Pastoralassistent Stefan Brettl erzählte, was Menschen in Notlagen außerdem hilft: Gemeinschaft und Gebrauchtwerden bei Festen, Gottesdiensten, Ausflügen, Chor, Zeitung, Gartengestaltung und vielem mehr. Besonders berührend ist der Stiegenaufgang mit Fotos verstorbener Gemeindemitglieder. Unsere Lehrerin Andrea Kahl und Pastoralassistent Stefan Brettl können zu jedem eine Geschichte erzählen.

Gesehen und gewürdigt werden und Teil einer Gemeinschaft sein – das brauchen wir alle, auch wenn wir nicht von materieller Not betroffen sind. Das einander zu ermöglichen, kann Krisen verhindern oder abmildern. In diesem Sinne wird uns dieser Vormittag hoffentlich noch lange in Erinnerung bleiben.