Sprachwoche Edinburgh 3C von 2. bis 9. Mai 2007 in Edinburgh

Sprachwoche Edinburgh 3C
2. Mai bis 9. Mai 2007 in Edinburgh

Es ist durchaus nicht selbstverständlich, dass sich ein gesamter Jahrgang (wenn man von einer Repetentin absieht, die verständlicherweise nicht noch einmal die Kosten auf sich nehmen wollte) bereit erklärt, an einer sogenannten Intensivsprachwoche teilnehmen zu wollen - Edinburgh wurde dafür ausgewählt, da sfa-Sprachreisen für diese Destination ein auch preislich ansprechendes Angebot gelegt hatte. Papier ist freilich geduldig - bald stellte sich heraus, dass es doch nicht ganz so einfach ist, mit einer Kombination aus verschiedenen "Budget"-Airlines auch zeitmäßig vernünftig ans Ziel zu gelangen.

Die Monate vor der Abreise wurden sinnvoll genützt und die Klasse machte sich daran, im Englischunterricht relevante Informationen über Schottland als Tourismusdestination im Allgemeinen und Edinburgh im Besonderen sowie landeskundliche Aspekte aus dem Internet herauszufiltern und so zu bearbeiten, dass sich daraus Kurzpräsentationen gestalten ließen - auch Themen wie Whisky, Pubs und Golfspielen fanden durchaus Interessenten.

Air Berlin/Niki, Easy Jet und Austrian Airlines beförderten uns schließlich ans Ziel, ein Bus holte uns vereinbarungsgemäß vom Flughafen ab und brachte uns zu jenem Parkplatz, an dem die Gastfamilien nach und nach eintrudelten. Ihr Erscheinen wurde in jedem Einzelfall sehr kritisch kommentiert, an Vorurteilen herrschte kein Mangel.

Die beiden Begleitlehrerinnen, Mag. Faulhammer als Jahrgangsvorstand und ich als zuständige Englischlehrerin, wurden sehr bald auch auf die Probe gestellt: unser Quartier in einem sogenannten "guest-house" hätte man wahrscheinlich in Österreich mit einem Schild versehen: "Derzeit leider wegen umfassender Renovierungsarbeiten geschlossen!" - nicht so in Schottland! Aber schließlich erkläre ich doch so gerne im Unterricht, wir sollten hauptsächlich nur dann verreisen, wenn wir Dinge kennen lernen wollen, die entweder daheim anders sind oder die es dort überhaupt nicht gibt, andernfalls lohnte sich der Ortswechsel kaum - und nun hieß es also, diese Theorie mit Leben zu erfüllen!!! Daher machten wir gute Miene zum "guest-house" und seiner durchaus kommunikativen um nicht zu sagen geschwätzigen Besitzerin, die, wie sich sofort herausstellen sollte, an diesem Tag überhaupt nicht mit unserem Erscheinen gerechnet hatte (so viel zur guten Organisation des Anbieters!). Als sie sich mit der Tatsache abgefunden hatte, wollte sie uns ein nettes Zweibettzimmer anbieten. Dieses Ansinnen erinnerte mich doch etwas zu sehr an meine Studentenzeit vor ein paar (?) Jahrzehnten, als ich mit meiner Freundin zum ersten Mal in Schottland unterwegs war und wir täglich nachrechnen mussten, wie viel ein Zimmer höchstens kosten durfte, damit ich mir auch noch meine Verpflegung - Eiscreme und Vollkornkekse als Standardgericht - leisten konnte. (Der unbefangene Leser kann daran erkennen, dass ich damals die schottische Gastronomie noch nicht wirklich zu schätzen wusste, es sind aber auch andere Interpretationen durchaus zulässig!).

Nun endlich, wieder zurück zur III C : die Gastfamilien stellten sich großteils als sehr nett und großzügig heraus (Ausnahmen bestätigen die Regel) und die SchülerInnen hatten sich sehr rasch der Herausforderung zu stellen, täglich mit einem Bus zum Wallace-College gelangen zu müssen, was angesichts der Tatsache, dass die Unter-bringungsmöglichkeiten ziemlich weit außerhalb des Stadtzentrums lagen, für manche Gruppen tatsächlich ein Abenteuer war. Früher oder später konnten der Jahrgangsvorstand und ich doch alle SchülerInnen im College begrüßen. Der Unterricht schien einigermaßen problemlos abgelaufen zu sein, die Nachmittagsaktivitäten (der Besuch von Fremdenverkehrseinrichtungen und Hotels, um dort Befragungen durchzuführen) wurden ebenfalls durchgeführt.

Nicht zu erwähnen vergessen sollte man das Wetter, mit dem wir großes Glück hatten. Bei herrlichem Sonnenschein und unter kundiger Führung unternahmen wir am zweiten Tag eine "orientation tour" durch das Zentrum von Edinburgh, in deren Verlauf uns die wesentlichen Sehenswürdigkeiten erklärt wurden. Am Samstag fuhren wir - wieder bei schönem Wetter - mit einem Bus nach Glasgow, wo die Gruppe die Zeit dafür nützte, gründlich einkaufen zu gehen.

An den Abenden verstand es die Klasse sehr gut, zentrale Treffpunkte auszumachen, von wo aus sie dann, je nach Alter und Courage, bzw. Überredungskunst versuchten, sich in diversen Lokalen Zutritt zu verschaffen - zur Erinnerung: Alkohol darf in öffentlichen Lokalen erst ab 18 Jahren getrunken werden!

Zu diesem Thema dürfte es wohl den meisten Gesprächsstoff gegeben haben.

Eine weitere Tour führte uns in eine Whisky Destillerie (Glenkinchie), wo die SchülerInnen der III C sehr erstaunt darüber waren, welche Gerüche bei der Herstellung dieses "Lebenswassers" entstehen. Hat Whisky dadurch vielleicht gar einen Imageverlust erlitten? Noch viel enttäuschender war jedoch die Tatsache, dass die Geschäftsführung bezüglich des Verkostens für österreichische Verhältnisse ungewöhnlich streng verfuhr und tatsächlich nur solche SchülerInnen in das Sanctissimum (=Raum zum Verkosten) einließ, die bereits das 18. Lebensjahr erreicht hatten.

Viel schneller als uns lieb war verging die Woche und so traten wir am 9.5. reich an neuen Erfahrungen und arm im Portemonnaie die umständliche Heimreise an. Knapp vor Mitternacht konnten die Eltern ihre erschöpften Söhne und Töchter in Schwechat wohl behalten begrüßen.

Hoffentlich bleibt der Aufenthalt in guter Erinnerung!

Mag. Renate Gilschwert

Veranstaltungen

  • Donnerstag, 27.09.2018, MODUL Career Fair (12 bis 17 Uhr) und MODUL Career Soirée (18 bis 21 Uhr) @ Tourismusschulen MODUL
  • Donnerstag, 04.10.2018, humDAY @ Wiener Rathaus 
  • Mittwoch, 10.10.2018, Tag der Wiener Schulen @ Tourismusschulen MODUL
  • Samstag, 24.11.2018, 9 bis 15 Uhr, Tag der offenen Tür @ Tourismusschulen MODUL

Termine

Die Termine für die nächsten Schulführungen finden Sie ab August hier auf unserer Webseite!

Treffpunkt jeweils um 14:30 Uhr in der Aula beim Haupteingang in der Peter-Jordan-Straße 78.

Bei den Schulführungen erhalten Sie Informationen über die angebotenen Ausbildungsprogramme und über das Aufnahmeverfahren. Selbstverständlich zeigen wir Ihnen auch die Unterrichtsräume für Theorie und Praxis.